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Die Entstehung des Craniosacral Rhythmus ist bis heute ungeklärt. Am plausibelsten scheint ein Mechanismus zu sein, bei dem die lokale Vasomotion der cranialen Gefäe und die Fluktuation der Herzratenvariabilität die Cerebrospinalflüssigkeit in ein rhythmisches Pulsieren versetzt. Dadurch kommt es zu rhythmischen Volumenveränderungen der Cerebrospinalflüssigkeit im semigeschlossenen hydraulischen System der Duralen Membranen. Diese Volumenveränderungen übertragen sich durch die Akkomodation der Schädelknochen in deren Nähten und die Kontinuität des Bindegewebes auf die Galea aponeurotica und auf die gesamten peripheren Regionen des Körpers. Der Craniosacrale Rhythmus hat einen physiologischen Frequenzbereich von 6 bis 12 Zyklen proMinute und seine Amplitude beträgt etwa 0,5 bis 1,5 mm und ist von geübten Händen spürbar wie der Herz-Kreislauf- oder der Atemrhythmus.

Das Craniosacral-System befindet sich im Innersten unseres Körpers, hat Einfluss besonders auf das Gehirn und das gesamte Nervensystem und somit auf wichtige psycho-physiologische Abläufe des Körpers.

Was ist Craniosacral Integration®

Die Wirkungsweise der Craniosacral Integration® beruht zu einem großen Teil auf natürlichen Fähigkeiten des Körpers zur Selbstregulation und Selbstheilung. Er beruht auf den hydraulischen und chronobiologischen Kräften innerhalb des CS-Systems, die einen großen Teil zum Korrekturprozess beitragen. Der Praktizierende entfernt mehr oder weniger Hindernisse, welche die natürlichen physiologischen Kräfte nicht überwinden konnten. Der Therapeut bestimmt selten die Art und Weise, wie die Korrekturen gemacht werden, sondern assistiert eher dem Körper bei den Selbstregulationsprozessen im CS-System. Wenn bestimmte Regeln dieses gewaltfreien Ansatzes vom Therapeuten befolgt werden, sind schwerwiegende Irrtümer oder Nebenwirkungen sehr unwahrscheinlich, da das Craniosacrale System selbst entscheidet, wie die Korrektur ausgeführt werden soll.

Wie wird behandelt?
Craniosacral Integration® ist eine sanfte, gewaltfreie, nicht-invasive Technik. Selten werden Drücke angewandt,die 5 bis 10 Gramm übersteigen. Ausgewertet wird das CS-System durch Bewegungstests an verschiedenen Stellen des Systems. Erfahrene Therapeuten können den Craniosacralen Rhythmus (CS-Rhythmus) überall am Körper des
Klienten spüren. Indem der CS-Rhythmus unter den Gesichtspunkten Frequenz, Amplitude, Symmetrie und Qualität palpiert wird, können wertvolle Informationen schnell gewonnen werden. So findet der Praktizierende Fixationen und Dysfunktionen, die den freien Fluss der Cerebrospinalflüssigkeit hemmen. Durch sanfte Berührung mit Dekompressions- und Traktionstechniken an Cranium, den intracranialen und spinalen Membranen und den Körperfaszien wird die natürliche Expansion und Kontraktion des CS-Systems wiederhergestellt.

Welche klinischen Probleme können mit Craniosacral Integration® behandelt werden?
Craniosacral Integration® kann den allgemeinen Gesundheitszustand des Klienten verbessern, seine Abwehrkräfte steigern, die Funktion des zentralen Nervensystems verbessern, akkumulierten Stress reduzieren und mit den natürlichen Mechanismen der Selbstheilung arbeiten. Da diese Arbeit über ein breites Spektrum an Techniken verfügt, die sowohl auf der strukturellen Ebene als auch durch ihre Feinheit auf der energetischen Ebene anwendbar sind, (ähnlich wie z.B. bei Akupunktur) können eine Vielzahl an klinischen Symptomen und Pathologien behandelt werden. Mit dieser Arbeit werden sehr gute Erfolge bei der Behandlung des HWS-Syndroms mit blockiertem Atlas-Okzipital-Gelenk und schmerzhaft verspannten mm. capitis durch die Dekompression von C0/C1 und die Induktion von "Unwinding" (Unterstützen und eventuell Verstärken von feinen körpereigenen Bewegungen) erzielt. Durch die Mobilisation der Knochen des Neurocranium, speziell des Os sphenoidale und des Os frontale sowie der Mobilisation der intracranialen Duralmembranen wurde eine Linderung bis zur Symptomfreiheit bei starken Spannungskopfschmerzen beobachtet.

Das LWS-Syndrom, Blockierungen im Ilio-Sacral-Gelenk sowie postoperative Beschwerden des Diskus-Prolaps können durch sanfte, aber intensive Arbeit an den horizontalen myofaszialen Strukturen, die an der Wirbelsäule ansetzen, sowie durch ISG-
Dekompressions-Techniken wirksam und nicht-invasiv behandelt werden. Hierbei ist oft auch die Behandlung der Viszeralen Strukturen des Abdomen von Bedeutung.

Wichtig ist hierbei auch die Traktion des Duraschlauches und die Dekompression der Cranialen Basis. Durch die sanfte Arbeit am Duraschlauches und die Dekompression der Wirbelsäule besonders an C0/C1 und L5/S1 sind auch Erfolge bei der Behandlung von Skoliose sowie bei Osteochondrosis und Spondylolysthesis zu verzeichnen.
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Feinfühlige Hände helfen dem Körper dabei, sich selbst zu heilen Bei der Behandlung der Facialis-Parese und des Tinnitus ist die Mobilisation der Os temporalia und der anderenKnochen des Neurocranium sowie des Tentorium cerebelli unterstützend. Des Weiteren wurden Symptome von Trigeminusneuralgie durch die Mobilisation der Knochen des Viscerocranium und der Cranialen Basis erfolgreich behandelt. Bei der Behandlung des Apoplex stellt sich durch Induktion des "Unwinding" (ein Unterstützen und eventuell Verstärken von körpereigenen feinen Bewegungen) ein tonussenkender Effekt ein, der vom Klienten manchmal als negativ angesehen werden kann, auf dem aber dann integrative Bewegungsarbeit wirksam aufbauen kann. Asthma bronchiale und damit einhergehende myofasziale Hypertonien sprechen besonders auf die Mobilisation der horizontalen myofaszialen Strukturen und die Arbeit am Zungenbein sowie die Dekompression der Cranialen Basis an.

Bei komplexen Problemen wie Schädel-Hirntraumen oder Auto-ImmunGeschehen wie chronischer Polyarthritis und verschiedenen schmerzhaften Zuständen empfiehlt sich zuerst eine Behandlung des gesamten CS-Systems und danach die Arbeit an den spezifischen Körperregionen mit einem integrierten Ansatz auf struktureller, emotionaler und energetischer Ebene. Wichtig ist auch bei vorhandenem Trauma eine spezielle Behandlung des Traumas auf der Ebene des übererregten Nervensystems, um dieses sanft zu entladen.

Craniosacral Integration® arbeitet nicht nur auf der strukturellen und physischen Ebene. Da das Craniosacrale System im Innersten des Körpers liegt, beeinflusst diese Arbeit auch emotionale Probleme sowie negative mentale Einstellungen und Glaubenssätze, welche die Kräfte des Organismus zur Selbstregulation blockieren.

Was ist Somato-Emotionale Prozessarbeit?
Somato-Emotional Prozessarbeit® ist eine spezielle Methode, der sich aus der Craniosacral Integration® in Kombination mit NLP, Hypnose und Trauma Lösungskonzepten seit den 90er Jahren entwickelt hat. Dieser Prozess hilft dem Körper und dem Geist, sich wiederkehrender, störender Emotionen und unangenehmer Erfahrungen zu entledigen, die der Heilung im Wege stehen.

Dabei folgt der Praktizierende feinen inneren Bewegungen des Gewebes undfindet so Zugang zu tiefen unbewussten Inhalten und körperlichem oder emotionalem Trauma, nachdem der Klient genügend Ressourcen aufgebaut hat, um eine Retraumatisierung zu vermeiden. Durch Wieder-Erleben und Verstehen können alte körperliche Spannungen, emotionale Traumata und mentale Muster losgelassen und so die organismischen Kräfte zur Selbstregulation und Heilung unterstützt werden.


Wie entwickelte sich Craniosacral Integration®?
Der Craniosacrale Rhythmus wurde zuerst von dem amerikanischen Osteopathen Dr. W.G. Sutherland um die Jahrhundertwende zum 20. JH entdeckt. Dr. Sutherland war ein Schüler von A. T. Still, dem Begründer der Osteopathie und wandte konsequent dessen strukturelle Konzepte auf die Erforschung der Funktion der Schädelnähte an. Er postulierte dass die Schädelnähte Bewegung ermöglichen müssten, da sie andernfalls genau wie z.B. die Sutura metopica zwischen den beiden Ossifikationszentren schen den beiden Ossifikationszentren desifikationszentrenOssifikationszentren des Os frontale völlig ossifizieren und so nicht mehr sichtbar sein dürften. Durch Selbstbeobachtung und durch Selbstversuche entwickelte er die Craniale Osteopathie. Ein multi-disziplinäres Forscherteam unter der Leitung des Osteopathischen Mediziners Dr. Upledger (USA) machte sich in den 70er Jahren daran, die Funktion des Craniosacralen Systems wissenschaftlich zu überprüfen. Das Forscherteam konnte Dr. Sutherlands Ergebnisse grötenteils verifizieren. Als Resultat aus Dr. Upledgers Forschung entwickelte er Craniosacral Therapy®
.
Craniosacral Integration® entwickelte sich aus der Cranial Osteopathy und Craniosacral Therapy ®, indem es die Dimension von Bewusstheit, Wachheit und Innerer Achtsamkeit mit einbezieht.

Craniosacral Integration® begnügt sich nicht damit, psychosomatische Probleme zu lösen, sondern schafft Raum für neues Lernen und Veränderung von Bewusstsein durch das Fokussieren auf aktive Teilnahme und Selbstverantwortung des Klienten im Selbstregulations- und Heilungsprozess.

Literaturhinweise:
Kraniosakral Osteopathie / Thorsten Liem: Hippokrates Verlag, Stuttgart

Praxis der Kraniosakral Osteopathie / Thorsten Liem: Hippokrates Verlag, Stuttgart

Essentials of Craniosacral Osteopathy / R. McCatty: Ashgrove Press LTD, UK

Osteopathy in the Cranial field: H. I. Magoun, Sutherland Cranial Teaching Foundation, USA
The Cranial Bowl: W. G. Sutherland / The Cranial Academy, USA

With Thinking Fingers: A. S. Sutherland / The Cranial Academy, USA

Elektromechanische Aufzeichnungen während der Craniosacral Osteopathischen Diagnose und Behandlung / Upledger, Karni: Journal of the American Osteopathic Association, July 1979

Statistische Auswertungen der Reproduzierbarkeit von Craniosacral-Untersuchungsbefunden /Upledger: Journal of the American Osteopathic Association, Aug. 1977

Über den Verfasser:
Punito M. Aisenpreis, Heilpraktiker u. cert. Rolfer, ist Somatischer Körpertherapeut und arbeitet seit 1981 in diesem Feld. Er ist ausgebildet in Craniosacraler, Viszeraler und Myofaszialer Arbeit, NLP ®, Counseling u. Hypnose. Seine Studien führten ihn nach Indien und den USA, wo er insgesamt 6 Jahre Meditation und The- rapie studierte. Er studierte Psychologie und Japanische Kampfkünste, bevor er nach Jahren der therapeutischen Praxis zu unterrichten begann und diese Methode entwickelte.

Kontakt:
Weitere Informationen zum Thema Craniosacral Integration ® , Fachartikel sowie eine Liste der anerkannten Praktizierenden ist erhältlich bei:

ASI Akademie für Somatische Integration ®
Untermarkt 16, 82418 Murnau
Tel. 088 41-678 800 Fax:088 41-678
399 e-mail: seminar@somatic-
integration.de oder im Internet unter:
www.somatic-integration.de.
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In der Somato-Emotionalen Prozessarbeit® kann der Körper von Innen loslassen
© Punito M. Aisenpreis '92